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Der Weg zum Waschbrettbauch

Ein Waschbrettbauch ist ein gut sichtbares Merkmal eines gesunden, trainierten und athletischen Körpers. Ein Bauch der über die eigene Hose quillt wird dagegen äußerst unattraktiv.
Eine schöne Körpermitte wirkt aber nicht nur besonders anziehend auf das andere Geschlecht, eine kräftige Bauchmuskulatur hält zusammen mit der Rückenmuskulatur die Wirbelsäule stabil und beugt somit Rückenschmerzen vor!

„Je öfter ich meine Bauchmuskeln trainiere, desto schneller wachsen sie und desto schneller wird der Waschbrettbauch sichtbar!“
Falsch! Im Folgenden werden nun kurz einige wichtige theoretische Grundlagen erläutert um zu verstehen, warum die oben genannte Aussage ein weit verbreiteter Irrtum ist.

Aufbau der Bauchmuskulatur

Die Bauchmuskulatur setzt sich aus vier Gruppen zusammen:

  1. Der Gerade Bauchmuskel:
    Der gerade Buchmuskel ist der größte Bauchmuskel und vor allem für den Waschbrettbauch verantwortlich. Er teilt sich in zwei Längsmuskelstränge, die vom Brustbein bis zum Schambein verlaufen. Diese sind unterteilt in drei gleich große, durch schmale Zwischensehnen getrennte Muskelbäuche.
  2. Die äußeren schrägen Bauchmuskeln:
    Der äußere schräge Bauchmuskel verläuft von der Außenseite der unteren Rippe zum so genannten Dammbeinkamm. Der äußere schräge Bauchmuskel neigt zusammen mit dem inneren schrägen Bauchmuskel den Rumpf zur Seite.
  3. Die inneren schrägen Bauchmuskeln:
    Der innere schräge Bauchmuskel wird vom äußeren schrägen Bauchmuskel fast vollständig überdeckt und ist deutlich kleiner.
  4. Der queren Bauchmuskel:
    Der quere Bauchmuskel bildet die tiefste Schicht aller Bauchmuskeln, er wird von den schrägen Bauchmuskeln völlig verdeckt. Die Fasern der queren Bauchmuskulatur führen von der geraden Bauchmuskulatur zum Becken. Der quere Bauchmuskel formt zusammen mit den Schrägen Bauchmuskeln die Taille und wirkt mit den anderen Bauchmuskeln an der Aufrichtung des Beckens mit.

Wie wächst Muskulatur?

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Muskulatur während der Trainingsphase wächst!
Grundsätzlich gilt, dass Muskulatur ausschließlich im Schlaf, also während der Ruhe- bzw. Regenerationsphase wächst.
Damit ein Muskel wächst, bedarf es einer Reizsetzung. Dieser Reiz muss mit gezieltem Training der jeweiligen Muskelgruppe gesetzt werden. Die einzelnen Gruppen der Bauchmuskulatur bilden hierbei keine Ausnahme!
Um der Bauchmuskulatur einen entsprechenden Wachstumsreiz zu verpassen ist ein effektives Training von 10-20 Minuten 3-4 mal pro Woche (je nach individuellem Trainingszustand) völlig ausreichend; damit geben Sie Ihrer Bauchmuskulatur genüg Zeit zur Regeneration bzw. zum Wachsen.
Ein tägliches Training der Bauchmuskulatur wird Sie also nicht schneller an Ihr Ziel führen. Ganz im Gegenteil sogar: so genanntes Übertraining kann sich fatal auf den Trainingserfolg auswirken, da Überreizung der Muskulatur unter Umständen zum Abbau dieser führen kann!

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