Billard
Ein Billardtisch findet sich heutzutage in fast jedem Spielsalon, Jugendzentrum und Kneipe, so wie aber auch mehr und mehr Privathaushalte über Billardtische verfügen. Ungebrochen scheint nämlich die Attraktivität und Verbreitung dieses Spiels. Dazu trägt sicherlich bei, dass außer einem Billardqueue keine weitere Ausrüstung notwendig ist. Selbst das Billardqueue lässt sich meist ausleihen. Andererseits ist eine Anschaffung vor allem dann sinnvoll, wenn man öfter spielt. Die Vertrautheit mit dem eigenen Billardqueue garantiert indes sichere Spielweise und lässt Spieler Selbstvertrauen bezüglich dem Ausprobieren bestimmter Kunstschüsse oder ähnlichem gewinnen.
Wenn auch die genaue Entstehungsgeschichte des Billard nicht gänzlich geklärt ist, so ist jedoch belegt, dass sich dessen Verbreitung vor allem seit dem 17. und 18.Jahrhundert unaufhaltsam voran schob. Erst als exklusives Spiel der höfischen Gesellschaft an allen Höfen und in alle Salons des europäischen Adels eingeführt, verbreitete sich Billard auch nach und nach in den Bars und Salons der Arbeiter.
Mitte des 19.Jahrhunders begann man, Billard auch auf Verbandsebene zu organisieren und entsprechende internationale Turniere auszurichten. Damit wurden auch immer weiter bestimmte Spielformen und Regeln standardisiert, so dass mittlerweile viele große Turniere auf der ganzen Welt ausgerichtet werden und auf großes Interesse stoßen. Auch die mediale Vermarktung des Billards lässt sich anhand häufiger Übertragungen in Spartenkanälen nachvollziehen.
Die Kugeln sind meist aus Kunststoff, das Queue mitunter aus hochwertigem Holz und handgefertigt, was jedoch nicht die Regel ist. Gespielt wird auf einem mit grünem Filz und seitlichen Banden versehenem Tisch.
Die häufigsten und wohl auch beliebtesten Spielarten sind Pool, Snooker und Carambolage. Spielen lässt sich entweder zu zweit oder auch zu viert. Aufgrund seiner einfachen Grundregeln und fehlenden körperlichen Belastung, eignet sich Billard prinzipiell für Spieler jeden Alters und Kondition. Sehr wohl jedoch ist räumliches Denken und Konzentration gefragt, gerade bei Spielen über Bande oder auch Stößen, die mit Effet ausgeführt werden.
Überhaupt haben sich rund um die internationalen Billardtische mehr und mehr Kunststoß-Liebhaber versammelt, die immer neue und kompliziertere Stöße vollbringen und damit das Publikum faszinieren.