Die Spionage – die Raumüberwachung
Bei der Spionage in den Unternehmen ist noch kein Ende in Sicht und die weiteren Aussichten sind erschreckend – in Zukunft werden sich die Spionage Akte noch häufen. Alle erdenklichen Methoden der Raumüberwachung werden zu Rate gezogen, um eine Spionage vorzunehmen. Die Detekteien stehen vor einem Boom, der so noch nie dagewesen ist. Eine Spionage am Arbeitsplatz ist nur dann legal, wenn im Vorfeld bereits Verdachtsmomente existieren – das kümmert die Unternehmen und die Detekteien aber nicht die Bohne – Verdacht hin oder her, in sämtlichen Variationen wird eine Spionage vorgenommen. Selbst bei Krankmeldungen der Mitarbeiter gehen die Unternehmen derzeit so weit, Detekteien zu konsultieren, um die vermeintlichen Blaumacher zu entlarven. Frei nach dem Motto „Vertrauen ist gut – Kontrolle aber besser“ werden sämtliche Maßnahmen eingeleitet, um das Personal zu beobachten. Auch nach außen gestartete Image Kampagnen können diese Vorgehensweise nicht verzeihen…
Neben der Videoüberwachung ist bei der Raumüberwachung auch der Minisender von Bedeutung. Der Minisender sendet alle akustischen Geräusche an einen Empfänger, dessen Informationen in streng geführten Protokollen landen. Aussagen wie „heute habe ich wieder Kopfschmerzen – meinem Mann geht es wieder schlecht“ sind den Protokollen zu entnehmen. Jede kleine Schwächung, die aus der Spionage hervorgeht, wird dem zuständigen Abteilungsleiter oder der Personalabteilung gemeldet.
Die Spionage im Büro kann noch weiter gehen – ein Programm mit dem Namen „Orvell Monitoring“ macht es möglich. Der Name ist eine Anlehnung an den Schriftsteller George Orwell, der bereits im Jahr 1947 in seinem Überwachungsroman „1984“ auf die Spionage im Staat und in den Unternehmen aufmerksam machte.
Die auf dem Rechner installierte Software ist ein Alleskönner – alle Tastaturanschläge werden überwacht – nichts bleibt dem Chef und anderen Vorgesetzten verborgen. Sämtliche E-Mails, alle Internetseiten-Aufrufe und selbst Einträge in Chat-Rooms werden protokolliert. Die aus den USA stammende Software entpuppte sich zum Verkaufsschlager – in Deutschland wurde das Programm bereits mehr als 100.000 Mal verkauft – die Tendenz ist steigend…