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	<title>Themen-Lexikon &#187; Elektronik</title>
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		<title>LED Throwies &#8211; Lichtkunst als neue Art des Graffitti</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2008 18:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elektronik]]></category>

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		<description><![CDATA[Graffitti haben keinen guten Ruf. (...)]]></description>
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<p>Graffitti haben keinen guten Ruf. Auch wenn es mittlerweile anerkannte K&uuml;nstler gibt, die Auftragsarbeiten erledigen, so haftet dieser Stra&szlig;enkunst im Allgemeinen doch immer etwas Illegales und Zerst&ouml;rerisches an. Wann kommt es schon vor, dass sich Kinder und Familien daran beteiligen, wenn eine Gruppe Street Artists sich daran macht, das Stadtbild mit der Farbdose zu versch&ouml;nern? So gut wie nie.</p>
<p>Genau das passiert aber immer wieder mal, wenn es zu einem Graffitti Happening der modernen Art kommt. Wenn LED Throwies wie elektronische Gl&uuml;hw&uuml;rmchen durch die Luft fliegen und rot, gr&uuml;n, wei&szlig;, blau oder gelb schimmernd an magnetischen Fl&auml;chen haften bleiben und so &ouml;ffentlichen Raum gestalten. Poesie durch elektronische Bauteile. Erfunden haben diese Art des elektronischen Graffitti die New Yorker K&uuml;nstler vom Graffitti Research Lab. Das Video, das sie von ihrer LED Throwies Kampagne auf ihrer Webseite graffitiresearchlab.com ins Netz stellten, wurde binnen kurzem zigtausendfach heruntergeladen. Inzwischen findet man es nat&uuml;rlich auch auf YouTube.com.</p>
<p>Eigentlich ist diese Art der St&auml;dteversch&ouml;nerung als Reaktion auf das harte Durchgreifen der New Yorker Polizei gegen Sprayer und als Gegenma&szlig;nahme gegen Anti-Graffitti-Beschichtungen entstanden. Die umklebten LED Throwies besch&auml;digen nichts, lassen sich leicht r&uuml;ckstandslos wieder entfernen und machen auch ganz »normalen« Menschen Spa&szlig;.</p>
<p>Auf Webseiten wie instructables.com kann man ganz genau nachlesen, was man f&uuml;r Throwies braucht und wie man sie in Sekundenschnelle herstellt. Dort kann man auch mit Kritikern diskutieren, die sich &uuml;ber den Umweltaspekt Gedanken machen. In der Tat ist das ein Gedanke, den man bei aller Freude an den bunten Lichtern nicht vernachl&auml;ssigen sollte. L&auml;sst man die Throwies auch nach dem Verglimmen h&auml;ngen, wird die Batterie irgendwann sicher anfangen zu oxidieren und auszulaufen.</p>
<p>Am besten also, man sammelt die verbrauchten Throwies wieder ein. Das ist auch aus anderen Gr&uuml;nden sinnvoll: Magnete und LEDs lassen sich ohne weiteres wiederverwenden, so sinken die Kosten f&uuml;r die n&auml;chsten Throwies ganz betr&auml;chtlich. Mit circa einem Euro pro Throwie kann ein richtiges Happening ansonsten ganz sch&ouml;n ins Geld gehen. Schlie&szlig;lich wirken die bunten Kunstobjekte in gro&szlig;en Mengen am besten. Und 50 Throwies im Laufe eines Abends sind eben auch 50 Euro.</p>
<p>Echte Fans schreckt das nicht ab. Die bunten Lichter sind zum Selbstl&auml;ufer geworden, Nachahmer finden sich auf der ganzen Welt. Ob London, Hamburg oder Berlin &#8211; jede Gro&szlig;stadt, die etwas auf sich h&auml;lt, hat schon ein Happening mit LED Throwies erlebt. Auf den WEB 2.0 Plattformen findet ein reger Gedankenaustausch dar&uuml;ber statt, wie man die Throwies noch verbessern kann. An-Ausschalter, D&auml;mmerungsschalter oder Solarpanel, alles wird diskutiert.</p>
<p>Mittlerweile gibt es mit dotlight.de auch schon einen deutschsprachigen Online-Shop, der die Einzelteile f&uuml;r die bunten Leuchtobjekte als Set vertreibt. Eine 10 mm diffuse LED plus einen 3mm dicken Neodym Scheibenmagneten mit 10 mm Durchmesser, dazu eine CR 2032 Lithium Knopfzelle. Das Ganze gibt&#8217;s als farbreines oder gemischtes Paket inklusive Bauanleitung.</p>
<p>Wenn Sie also das n&auml;chste Mal durch die Gro&szlig;stadt schlendern, halten Sie doch einmal Ausschau nach den bunten Elektrogl&uuml;hw&uuml;rmchen. Vielleicht haben Sie ja Gl&uuml;ck und entdecken die Reste eines Happenings. Immerhin leuchten die bunten Kunstobjekte 1-2 Wochen lang.</p>

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