Dichtungen für die Industrie

Dichtungsmaterialien und Dichtungen spielen im industriellen Bereich für viele Branchen eine nicht zu unterschätzende Rolle: oft wird die Lebensdauer und Funktionsqualität eines Endproduktes ja maßgeblich von der Haltbarkeit und Qualität der darin verarbeiteten Dichtungen bestimmt, ob bei Schnellkochtöpfen, Uhrgehäusen oder Kofferraumabdeckungen.
Da auch die Preisunterschiede alles andere als marginal sind, erfordert das eine sorgfältige Auswahl der Zulieferer im industriellen Bereich. Meistens soll auch noch zu genau bestimmten Maßen und Formen produziert werden, und die verwendeten Materialien müssen bestimmte Eigenschaften und Belastbarkeiten aufweisen können. Das erfordert auch eine sorgfältige Qualitätskontrolle vor der Verarbeitung. Und der Preis von so grundlegenden Bestandteilen wie Dichtungen beeinflusst oft nicht unwesentlich den Endpreis des Produkts – gerade billigere Produkte entstehen auch mit billigeren – oder billiger herzustellenden – Materialien von geringerer Qualität. Die industrielle Produktion in Billig-Lohn-Ländern ist nicht unbedingt automatisch qualitativ minderwertiger als in anderen Ländern, aber meistens dennoch günstiger aufgrund der geringeren Lohnkosten. Sehr oft sind sogar die Produktionsprozesse in asiatischen Ländern von mehr Hightech-Einsatz geprägt, als in Ländern, die um ein Drittel teurer produzieren.

Ein nicht unwesentlicher Punkt ist, ob die Firma Geräte zur Reparatur zurücknimmt, oder grundsätzlich ersetzt. Reparaturen würden nämlich erforderlich machen, dass von jedem jemals verkauften Produkt alle jemals zum Einsatz gekommenen Dichtungen laufend nachproduziert und auf Lager gelegt würden. Betriebswirtschaftlich ist das oft nicht sinnvoll – einerseits verursacht das enorm hohe Lagerkosten, andererseits müssten laufend auch Dichtungen nachproduziert werden, da nach einigen Jahren Lagerung das Dichtungsmaterial meist an Elastizität und Qualität verliert, und daher nicht mehr einsetzbar ist. Dichtungsmaterial stellt also bei sehr vielen Produktionsprozessen einen nicht unerheblichen Preis- und auch Qualitätsfaktor dar, der so oft gar nicht wahrgenommen wird.

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