Die Geschichte des Akkordeons

Die Geschichte des Akkordeons geht auf das Jahr 1829 zurück, als in Wien das Patent angemeldet wurde für ein als „Akkordeon“ genanntes Instrument, wobei es diesen Namen erhielt, weil es als reines Begleitinstrument Akkorde zu jedem Ton spielte.

Es handelte sich um ein wechseltöniges Instrument, das bei Druck und Zug unterschiedliche Töne produzierte. Gleichtönige Instrumente liefern bei Druck und Zug den gleichen Ton, was bis dahin üblich war. Als diatonisches Instrument konnte man darauf pro Reihe nur Töne bestimmter Tonleitern spielen. Besonders wichtig war bei diesem Instrument jedoch, dass sehr viel kleiner war als vorher gebaute Instrumente und es deshalb bei Pilgern sehr beliebt war, um es mitzunehmen auf die Pilgerreise.

In Deutschland bauten verschiedene Hersteller das Akkordeon aus Wien in ähnlicher, mehr oder weniger veränderter Form nach. Auch in Italien etablierten sich zahlreiche Hersteller, die ihre Instrumente nach dem Vorbild des ersten Akkordeons aus Wien. Die älteste Herstellerfirma für Akkordeons, eine deutsche Firma, besteht bereits seit 1852. Ein Akkordeon besteht aus rund 2.500 einzelnen Teilen und es sind etwa 5.000 Arbeitsgänge, die in Handarbeit ausgeführt werden, nötig, um ein Akkordeon herzustellen.

Heutzutage gibt es sogar speziell auf die Bedürfnisse und Fähigkeit noch junger Kinder ab 2 Jahren ausgerichtete Lernakkordeons aus Kunststoff, die besonders leicht sind. Sie umfassen, um den Kindern den Einstieg leicht zu machen, nur wenige Töne und der Umgang damit ist schnell erlernbar. Solche Lernakkordeons bekommt man schon für etwa siebzig Euro. Für ein Akkordeon für den Hausgebrauch muss man einige hundert Euro einplanen und Instrumente für Profis können mehrere tausend Euro kosten. Auch ein Akkordeon kann modisch und sehr individuell sein. Es gibt die Möglichkeit, sich ein Akkordeon nach den persönlichen Vorlieben in Airbrush-Technik gestalten zu lassen und damit ein Unikat zu besitzen.

Ein Akkordeon ist ein sehr vielseitiges Musikinstrument, mit dem man, allein oder mit anderen Instrumenten zusammen, Musikstücke nahezu jeder Musikrichtung spielen kann.

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