Allergiker – Was nun?
Als erstes sollte man sich die Frage stellen, was Allergien eigentlich sind.
Allergien stellen eine überdimensionierte Abwehrreaktion des Körpers gegenüber bestimmter Umweltfaktoren dar. Das Immunsystem hat in unserer heutigen, fast keimfreien Zeit, nicht mehr viel zu tun und versucht nun den Kampf mit anderen “Gegnern” aufzunehmen. Es handelt sich hierbei also um eine abnormale Immunreaktion gegenüber völlig normalen und alltäglichen Lebensmittelbestandteilen. Nun wollen wir hier aber den Fokus auf die Ernährung richten, denn schließlich haben etwa drei Prozent der Erwachsenen und etwa vier Prozent der Kinder schon Erfahrungen mit allergischen Reaktionen gehabt. Stoffe, die Allergien auslösen, nennt man Allergene.
Bekannte Allergene sind beispielsweise in Nüssen, Obst, Gewürzen und sogar im Gemüse enthalten (Sellerie z.B.). Manche Nahrungsmittel werden erst durch die Belastung von Pollen (Vergleich Pollenallergie) zu einem Allergen, jedenfalls nur in rohem Zustand. Kocht oder erhitzt man sie, sind sie für den Allergiker durchaus gut verträglich, was daran liegt, dass die Erhitzung verschiedene Eiweiße verändert, die für die übertriebene Immunreaktion verantwortlich sind. Hier ist vor allem die Rede von Nüssen, verschiedenen Obstsorten wie Birnen oder Kirschen. Es gibt ungefähr 120 bekannte Allergene, weshalb es für Betroffene sehr schwer ist, entsprechende Kochrezepte für Allergiker zu finden.
Als Allergiker sollte man besonders darauf achten, welche Stoffe worin enthalten sind. Lesen Sie also die Inhaltsangaben gründlich, bevor Sie sich zum Kauf entscheiden. In einem Restaurant kann man sich ebenfalls erkundigen, was in welchem Gericht verwendet worden ist. Fragen Sie also, ob eventuell Nüsse verwendet wurden, wenn Sie diese nicht vertragen.
Auch Baby Kochrezepte können besonders schonen zubereitet werden.
Als wissender Allergiker sollte man einer Fastenkur ins Auge fassen, bei der man sich etwa 2 Wochen lang an einen strengen Plan hält. Ist sodann die Fastenzeit vorbei, beginnt man langsam, normale Nahrungsmittel wieder in den Speiseplan aufzunehmen. So kann man am gleich erkennen, auf welche Stoffe man reagiert und welche unbedenklich sind. Dies sollte allerdings NIE ohne ärztliche Hilfe geschehen. Hat man erst einmal herausgefunden, auf welche Stoffe man allergisch reagiert, kann man zum nächsten Schritt übergehen und sich über passende Kochrezepte für Allergiker informieren. Meist werden die Beschwerden immens gelindert, wenn man bestimmte Stoffe von seinem Ernährungsplan verbannt, geschweige denn, diese Stoffe erst einmal kennt.