Chlor und Ozon im Schwimmbad
Jeder kennt den Geruch wenn man ein Schwimmbad betritt – manche empfinden ihn als angenehm, manche weniger. Auch im eigens gebauten Pool samt Schwimmbadüberdachung muss man Chlor verwenden. Doch was ist Chlor genau und wie entfaltet sich seine desinfizierende Wirkung? Chlor gehört zu der chemischen Gruppe der Halogenen, genauso wie Fluor (welches in Zahnpasta vorkommt) und Brom. Diese Elemente haben eine hohe Reaktivität und sind in ihrer Reinform giftig.
Der Name des Chlors kommt aus dem griechischen und heißt übersetzt: „grün,frisch“. Abgeleitet wurde er von der typischen Farbe des Chlorgases. Entdeckt wurde das elementare Chlor Ende des 18 Jahrhunderts von Carl Wilhelm Scheele. Am häufigsten in der Geschichte ist Chlor als Bleichmittel bekannt, doch als chemische Waffe wurde es im ersten Weltkrieg von den Deutschen in den Niederlanden eingesetzt.
Aufgrund der hohen Aktivität des Gases kommt es meist in Verbindungen z.B: Chloriden vor. Seine desinfizierende Wirkung entfaltet Chlor bei Reaktion mit Wasser. Es entsteht ein Hypochlorit. Härchen, Hautschuppen und andere organische Stoffe und bindet diese. Auch herabfallende Objekte wie Vogelkot oder Insekten werden unschädlich gemacht. Um die Menge zu reduzieren sollte man über den Kauf eine Schwimmbadüberdachung nachdenken. Diese gibt es in den verschiedensten Größen und Designs. Dabei entstehen Trihalogenmethane die krebserregend sein können.
Aus diesem Grund wird Ozon zur Verringerung der Chlorzerung (der Verlust an freiwirksamen Chlor im System) eingesetzt. Ozon ist aktiver Sauerstoff O² – in der Natur schützt es uns vor schädlichen Strahlen. Verwendet wird es auch zur Trinkwasserreinigung, Lufterfrischung bei Klimaanlagen oder zur Schmutzwasser-Reinigung. Es ersetzt das Chlor nicht aber hilft ihm die Keime abzutöten und ist selbst nicht schädlich. Es oxidiert Fett und zerstört dadurch die Zellmembran von Mikroorganismen. Die Menge die zur Wassereingung eingesetzt wird ist für Menschen unschädlich. Überschüssiges Gas wandelt sich ab der Wasseroberfläche wieder zu ungefährlichem Sauerstoff. Es ist zudem pH-Neutral und beinflusst somit den pH-Wasserwert nicht.