Wehrdienst bei der Bundeswehr
Die Bundeswehr war früher für die meisten jungen Männer ein ganz selbstverständlicher Bestandteil ihres Lebens, weil ihnen klar war, dass sie früher oder später ihren Wehrdienst hinter sich bringen müssen und dann entweder beim Bund bleiben konnten, oder aber wieder in ihren zivilen Beruf zurück konnten, je nach dem ob es ihnen beim Bund gefallen hatte oder nicht.
Heute ist der Wehrdienst nicht mehr ganz so selbstverständlich, denn seit einigen Jahren kann man als Ersatz auch den Zivildienst ablegen, wozu sich immer mehr junge Männer entscheiden, denen die Sitten beim Bund zu hart erscheinen oder die den Dienst an den Waffen einfach aus bestimmten moralischen Gründen ablehnen, was durchaus recht häufig der Fall ist.
Außerdem gibt es natürlich auch die Möglichkeit, egal ob man den Wehrdienst machen möchte oder nicht, dass man bei der Musterung als untauglich befunden wird, wobei es hier verschiedene Stufen gibt, zwischen denen man unterscheiden muss. So kann es zum Beispiel sein, dass man nur für manche Bestandteile des Dienstes als untauglich gilt, es kann aber auch sein, dass man für den Wehrdienst gar nicht in Frage kommt, sondern Zivildienst machen muss. Andere wiederum werden vollständig ausgemustert und müssen daher dann auch später keinen Zivildienst leisten.
Ausschlaggebend dafür, mit welchem Ergebnis man gemustert wird ist dabei vor allem der körperliche und psychische Allgemeinzustand, der festgestellt wird, da Ärzte bei der Musterung zugegen sind. Massive Verletzungen an den Knien oder am Rücken sind dabei zum Beispiel häufig ein Grund für die Ausmusterung, aber auch Probleme mit den Augen und den Ohren oder psychische Krankheiten sorgen dafür, dass man keinen Dienst bei der Bundeswehr tun kann.
Aus diesem Grund gibt es inzwischen verschiedene Tipps, die Wehrdienstverweigerer sich untereinander geben, um nicht gemustert zu werden, allerdings sind diese natürlich auch den Ärzten bekannt, mit Ehrlichkeit kommt man meist deutlich weiter, wenn man nicht zum Bund gehen möchte.