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Selbstdarstellung im Businessplan

Wer ein Darlehen haben will, muss bei Banken meist einen Businessplan vorlegen. Diese Vorgehensweise zur Prüfung der Pläne eines Unternehmens ist sowohl für Existenzgründungen als auch für Geschäftserweiterungen oder andere Finzierungsanlässe üblich. Der Businessplan ist das Dokument, mit dessen Hilfe festgestellt werden soll, ob die Pläne des Unternehmens Erfolg versprechen oder ob dies eher nicht der Fall ist. Es liegt auf der Hand, dass ein Businessplan zu Zwecken der Prüfung vollständig und übersichtlich sein muss. Mehr als zwanzig Seiten inklusive Finanzplanung sind eindeutig zu viel.

Bei der Businessplan-Prüfung werden im wesentlichen zwei Faktoren einbezogen. Der eine Aspekt sind die Pläne, die ein Unternehmer oder Existenzgründer hat und wie aussichtsreich diese Pläne sind. Der andere Aspekt bezieht sich auf die Person des Existenzgründers oder Unternehmers. Es wird eingeschätzt, inwiefern die Personen oder Personen voraussichtlich in der Lage sind, Ihre Pläne auch Wirklichkeit werden zu lassen. Dieser Akspekt wird im Businessplan häufig von den Verfassern vernachlässigt – obwohl er besonders wichtig ist.

Alleine aus diesem Grunde gehört in den Businessplan immer eine vorzeigbare Darstellung der Gründerperson oder der Personen. Das heisst nicht, dass im Businessplan einfach ein Lebenslauf nach Art einer Bewerbung eingefügt oder angehängt werden sollte. Im Gegensatz zur Bewerbung auf eine Festanstellung sollten Sie einen kurzen Lebenslauf einfügen, der solche Stationen im Laufe Ihres Berufslebens herausstellt, die im Zusammenhang mit unternehmerischen Plänen wichtig sind. Das bedeutet: Wenn Sie Führungserfahrung haben, bereits selbstständig waren oder in der Branche gearbeitet haben, in der Sie eine Existenz gründen wollen, sollte dies ganz klar in den Vordergrund gestellt werden. Andere Punkte, die weniger wichtig sind, können Sie einfach grob zusammenfassen.

Empfehlenswert ist auch ein kleines Profil. Hier können Sie mit wenigen Stichworten zeigen, wer Sie sind und welche Erfahrungen Sie mitbringen, die Ihre Existenzgründung oder andere Pläne erfolgreich machen werden. Das Profil im Businessplan sollte nur aus wenigen Stichpunkten bestehen – begrenzen Sie Ihre Ausführungen auf das Wichtigste. Wichtig sind solche Stationen in Ihrem Lebensweg, die hilfreich für die Existenzgründung sind. Haben Sie beispielsweise Branchenerfahrung vorzuweisen oder haben Sie bereits Führungsaufgaben wahrgenommen? Dieses sollten Sie im Businessplan hervorheben und in Ihr Profil aufnehmen. Neben dem Profil gehört auch eine Darstellung Ihrer Stärken und Schwächen in die Selbstdarstellung. Wer Schwächen nennt, muss auch beschreiben, wie er plant, diese Schwächen auszugleichen – beispielsweise durch Seminare, Beratungen, Mitgründer oder anderes.

Sie können in Ihrem Businessplan auch Arbeitszeugnisse oder andere Unterlagen einfügen – diese gehören jedoch in den Anhang. Aber auch hier gilt: Weniger ist in jedem Falle mehr. Wählen Sie für Ihren Businessplan nur einige wenige Dokumente aus, die zeigen, was Sie mitbringen, um Ihre Pläne zum Erfolg zu bringen. Mehr als drei Dokumente im Businessplan sind eher unangemessen. Wenn Sie mehr zeigen möchten, dann erstellen Sie einen Anhang für Ihren Businessplan und bringen Sie dort weitere Dokumente unter. Wer seine persönlichen und fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ins rechte Licht rückt, hat einfach bessere Chancen, mit seinem Businessplan zu punkten.

Autor: Andrea Delp

Kontakt: info(at)amaveo.de

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